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elearn.nrw Netzwerktag 2017

Am 01.09.2017 fand im Learning Lab der Universität Duisburg-Essen (in Essen) der jährliche Netzwerktag der Geschäftsstelle Elearning NRW statt. In diesem Jahr erstmals als Tagung elearn.nrw zusammen mit der Digitalen Hochschule NRW ausgerichtet. In 29 Sessions wurden allgemeine und fachspezifische Projekte und Themen aus dem Bereich Digitalisierung von Studium und Lehre erörtert. In den Sessions wurde großer Wert darauf gelegt, dass das Publikum sich beteiligen und mit diskutieren konnte.

Insbesondere die Impulse zur Online-Studienberatung und zur Online-Vorbereitung auf das Studium gaben viele interessante Denkanstöße für unser Kompetenzzentrum. Zum einen wird es angesichts unterschiedlicher Ausgangsniveaus bei Studienbeginn immer wichtiger, Unterschiede auszugleichen z. B. durch ‚Vorkurse oder Online-Angebote, die bereits vor dem Studienstart zur Verfügung gestellt werden.Zum anderen ist es wichtig, gerade bei Beratungsangeboten, die Studierenden mittels der Medien anzusprechen, die von ihnen auch genutzt werden, beispielsweise per Chatberatung. Zu diesen und noch weiteren Aspekten gaben die Sessions Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion.

Von besonderem Interesse war auch die Session „Was wollen Studierende und Dozierende eigentlich wirklich?“, präsentiert von Prof. Dr.-Ing. Nacken (Rektoratsbeauftragter Blended Learning, RWTH Aachen) und Prof. Dr.-Ing. von Treeck (TH Köln). Prof. Dr.-Ing. Nacken berichtete von einer Untersuchung an der RWTH, bei der 3489 Studierende und 268 Dozierende zu ihren Bedürfnissen im Bereich Digitalisierung von Studium und Lehre befragt wurden und anhand derer nun gezielt in Angebote investiert werden soll.

Gemeinsam mit Kollegen der FernUniversität Hagen war auch das Kompetenzzentrum mit einer Session zum Thema „Digitale Kompetenzen in der Rechtsdidaktik“ vertreten. In dieser wurde die bisher wenig berücksichtigte Frage nach digitalen Kompetenzen von Studierenden und Lehrenden gestellt. Dabei ging es nicht nur darum, welche Fertigkeiten für Juristen erforderlich sind, sondern auch um die Frage, wann und wie diese vermittelt werden sollen. Die Erfahrungen der Teilnehmer machten deutlich, dass dieses Thema bisher tatsächlich oft kurz kommt und bei Überlegungen zum Einsatz multimedialer Elemente in der Lehre oft nicht berücksichtigt wird. Dabei ist für den Erfolg digitaler multimedialer Lern-/Lehrangebote entscheidend, dass Lehrende befähigt werden diese zu erstellen und einzusetzen bzw. Studierenden die Voraussetzungen zur Nutzung der Angebote vermittelt werden.

Zum Abschluss des Netzwerktages gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema „Vom e-learning zur Digitalisierung“. Eingeladen dazu waren Prof. Dr. van Ackeren (Prorektorin für Studium und Lehre, Universität Duisburg-Essen), Dr. Drees (Referent für Hochschulplanung, Ministerium für Kultur und Wissenschaft, NRW) und Prof. Dr. Pellert (Vorstandsvorsitzende Digitale Hochschule NRW, Rektorin FernUniversität Hagen). Themen der per Webstream live übertragenen Diskussion waren die Entwicklung digitaler Lehr-/Lernangebote, die hochschulübergreifende Vernetzung von Akteuren und Infrastrukturen sowie die Profil- und Strategieentwicklung.