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Workshop "E-Learning in den Rechtswissenschaften"

Gemeinsam mit der Geschäftsstelle E-Learning NRW veranstaltete das Kompetenzzentrum für juristisches Lernen und Lehren den zweiten Workshop „E-Learning in den Rechtswissenschaften“. Nach einem ersten Workshop im November 2016 in Bochum sollte der Austausch in Köln zum Thema Veranstaltungskonzeption fortgesetzt werden.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Dr. Ann-Marie Kaulbach, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums für juristisches Lernen und Lehren, gab Anne-Cathrin Vonarx vom learning lab der Universität Duisburg-Essen einen Überblick über die Grundlagen der Mediendidaktik. Hierbei ist der Begriff der Mediendidaktik zunächst abzugrenzen vom Begriff der Medienerziehung. Neben Kybernetik und Systemtheorie stellte sie vor allem die gestaltungsorientierte Mediendidaktik in den Mittelpunkt.

Im Anschluss referierte Dr. Mahdad Djawadi, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität zu Köln, zum Thema „Auf der Suche nach dem idealen Verhältnis von Vorlesungs- und Selbststudienzeit – welche Möglichkeiten bietet das E-Learning?“ Kernpunkte seines Vortrags waren, dass das Selbststudium von Studierenden oft unkoordiniert und unsystematisch erfolge und deshalb vermehrt Lernhilfen zur Verfügung gestellt werden sollten. Außerdem sei das Ziel, vermehrt die breite Masse der Studierenden mitzunehmen und ihr zu besseren Noten zu verhelfen.

Martin von Hadel und Nils Szuka von der Fernuniversität Hagen stellten am Beispiel einer Summer School die Integration von Online Szenarien vor. Diese wird gemeinsam mit anderen Fernuniversitäten im „European Distance Education in Law Network“ angeboten. Dabei hoben sie hervor, wie wichtig eine konzeptionelle Verknüpfung der Präsenz- und Onlineelemente ist. Gerade bei den Onlineangeboten sei es wichtig, vorher klare Ziele zu definieren und gegenüber den Studierenden zu kommunizieren.

Im Rahmen der Working-Session am Nachmittag ging es vor allem um den Austausch über Erfahrungen mit den verschiedenen E-Learning-Angeboten und den grundsätzlichen Zielsetzungen von E-Learning. Entlang der Leitfragen „Was sind entscheide Elemente einer Digitalisierungsstrategie?“ und „Wie erreiche Akzeptanz und Nutzung von Onlineangeboten durch Studierende?“ wurde im Plenum diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

Als Ergebnis der Strategiediskussion kann festgehalten werden, dass es einerseits gilt über erfolgreiche „Leuchtturmprojekte“ zu zeigen, dass mediengestütztes Lernen gut funktionieren kann, andererseits aber eine nachhaltige Verstetigung nicht aus den Augen zu verlieren. In der Diskussion um die Nutzung der Angebote wurde festgestellt, dass nicht nur die Studierenden zur Nutzung von E-Learning-Plattformen wie ILIAS oder moodle motiviert werden müssen, sondern dass ihnen auch die Befähigung, diese zu nutzen vermittelt werden muss. Vielfach wird vorausgesetzt, dass die „digital natives“ die Befähigung mitbringen, solche Instrumente zu nutzen, jedoch deckt sich das Bild von Medien- und IT-Kompetenz vieler Dozierender nicht mit dem, was die Studierenden mitbringen.

Insgesamt war es ein interessanter und fruchtbarer Austausch, der hoffentlich in dieser oder anderer Form fortgesetzt werden kann. Sollte Ihr Interesse an diesem Thema geweckt worden sein, kontaktieren Sie uns gerne, um über die Fortführung des Dialogs auf dem Laufenden gehalten zu werden.