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E-Learning im Jurastudium

Die fortschreitende Digitalisierung verändert das Privatleben, das Arbeitsleben und unsere Gesellschaft. In der juristischen Praxis sind E-Akte und besonderes elektronisches Anwaltspostfach erste Beispiele. Die Digitalisierung hat begonnen, auch akademisches Lehren und Lernen zu beeinflussen. Lernenden und Lehrenden ermöglicht sie die Befreiung von Zeit und die Befreiung von Raum. Jeder kann zu jeder Zeit von jedem Ort aus auf digitalisierte Inhalte zugreifen, der Weg ist eröffnet zu extremer Standardisierung wie auch zu extremer Individualisierung.

Welchen Stellenwert wird die Präsenzlehre in der Juristischen Fakultät der Zukunft einnehmen? Während die einen meinen, der Campus werde immer unangefochtenes Zentrum der universitären Lehre bleiben, glauben andere, Digitalisierung sei eine demografische und demokratische Notwendigkeit.

Wie sollte angesichts dessen eine juristische Fakultät 2026 aussehen? Bietet E-Learning im Jurastudium Chancen zur Umschichtung von Ressourcen und Internationalisierung? Ermöglicht sie bessere Lehre und besseren Zugang zur Materie? Oder ist - wie nicht wenige denken - alles nur Spielerei?

Bisher kann von einem breiten wissenschaftlichen Diskurs darüber kaum die Rede sein. Ihn anzustoßen, war das Ziel unserer Tagung am 30. Juni/1. Juli 2016.

Wir haben uns gemeinsam mit ca. 80 Teilnehmern aus Hochschulen, Justiz, Wirtschaft und Anwaltskanzleien der Frage gestellt:

"E-Learning im Jurastudium - Spielerei oder Chance zur Reintellektualisierung?"

Chancen und Gefahren neuer Wege und neuer Lehr- und Lernformen wurden in verschiedenen Themenblöcken aufgezeigt und abgewogen.

  • Rechtswandel durch Digitalisierung
  • Das Ende der Kreidezeit? Best Practice E-Learning
  • Visualisierung durch Digitalisierung E-Law, E-Justice, E-Learning
  • Reintellektualisierung durch Digitalisierung?

Einen kurzen Abriss des Tagungsverlaufs, Aufzeichnungen der Vorträge, die vorgestellten Poster und fotografischen Eindrücke finden Sie auf den folgenden Seiten.

In die Tagung eingebettet war die Verleihung des Ars Legendi-Preises 2016 für exzellente Lehre in der Rechtswissenschaft.

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